Wissenswertes

Woher kommt Teff?

Teff (auch Zwerghirse genannt) ist ein Getreide aus dem Hochland Äthiopiens und wird dort unter sehr unterschiedlichen Anbaubedingungen gezüchtet. Es wächst unter feuchten und trockenen Verhältnissen und übersteht sogar eine Überschwemmung oder Trockenperiode. Zudem braucht die Zwerghirse im Vergleich zu anderen „Superfoods“ kaum Pflanzenschutzmittel, ist wärmesresistent und wird nur von wenigen Krankheiten oder Schädlingen befallen die jedoch von geringer Gefahr sind. Man könnte schnell annehmen das der Anbau der Zwerghirse ein einfach Geschäft wäre, jedoch variiert der Ertrag stark. Er hängt von den Sorten, den Witterungsbedingungen und der Bewirtschaftung ab. Zudem ist der Ertrag nicht groß, die Körner sind klein und die Pflanze neigt zum Umknicken, was die Erträge massiv senken kann. Die Zwerghirse wird in Europa in vielen Biomärkten verkauft und in äthiopischen Restaurants in Form von glutenfreiem Bier oder „Injera“, dem traditionellen Fladenbrot, angeboten. Um den steigenden Bedarf zu decken, wird Teff auch außerhalb Äthiopiens in großen Mengen in den USA und den Niederlanden angebaut. Es wird als Viehfutter und für die Weiterverarbeitung zu Teffmehl verwendet. Es ist jedoch sehr anfällig für Halmknicke, was die Erträge stark senken kann. Jedoch wird, um den Ertrag zu steigern, in Äthiopien in Zusammenarbeit mit amerikanischen und europäischen Forschungszentren Teff mit modernsten Mitteln kultiviert und die Teffsamen modifiziert.